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Im Dezember 2010 war ich mit Kollegen und Freunden im Heiligen Land unterwegs.
Am Montag, fuhr ich mit dem Linienbus nach Bethlehem, unter anderem zur lutherischen Weihnachtskirche. Auf der Suche nach dem Eingang entwickelte sich ein Gespräch mit zwei älteren Männern.
Die Mauer zwischen dem in palästinensischer Eigenverwaltung befindlichen Bethlehem und Israel.
Diesen Mut konnte ich gut gebrauchen, denn kurz später stand ich mit anderen zwischen den Gittern am gesperrten Checkpoint. Alle hatten noch Wichtiges zu erledigen oder wollten, wie ich, Weihnachten daheim mit ihren Lieben verbringen, doch der Checkpoint vom palästinensischen Bethlehem zum israelischen Jerusalem war gesperrt und weder freundliche Nachfragen noch zorniger Protest führten zu einer klärenden Auskunft oder gar zur Öffnung des Checkpoints.
Als Muslim und Christ leben sie seit vielen Jahren in Bethlehem in guter Nachbarschaft und haben die Hoffnung auf ein friedvolles Miteinander nicht aufgegeben. Die beiden strahlten so viel Ruhe, Frieden und Liebe aus, dass ich auch selbst neu ermutigt wurde.
Die israelische Organisation „Breaking the Silence“ („Das Schweigen brechen“) – gegründet von ehemaligen Soldatinnen und Soldaten, die in den besetzten Gebieten ihren Dienst ableisteten – spricht die Wunden an, die die Besetzung der palästinensischen Gebiete bei den jungen Soldatinnen und Soldaten verursacht. Mit der Enttabuisierung des Traumas fördert sie eine offene Debatte über die Folgen der Besatzung in den Seelen der Besatzer. So trägt sie dazu bei, auf der israelischen Seite den Gewinn deutlich zu machen, den offene Gespräche mit den Gegnern, die Beachtung der Menschenrechte und eine Aufhebung der gewaltsamen Besatzung, für die Zukunft Israels haben können. www.shovrimshtika.org
Als die Stimmung am brenzligsten war, betrat auf der anderen geöffneten Seite Richtung Bethlehem, hinter den Absperrgittern, eine katholische Nonne den Checkpoint. Bekümmert schaute sie auf uns Wartenden und meinte, da steht Ihr nun zusammengepfercht und man hat keinen Platz für Euch, vielleicht ist gerade das Weihnachten 2010 in Bethlehem, "hat man keinen kein Platz für Euch", Gott segne Euch! Ich war überrascht als mehrere der Warten mit einem spontanen "Danke Mutter" auf diese anteilnehmenden und nachdenklichen Worte antworteten.
Kein Platz in der Herberge?
14 Zacken sind am Stern in der Geburtskirche in Bethlehem

Familie Lücking, Acht Stücken, D 32278 Kirchlengern | lueckings@acht-stuecken.de